Keine halben Sachen

Bin ich mal wieder der Pfeifenaugust??? Surfe ich seit Jahren nur durch einen bestimmten Teil des World Wide Webs??? Ist es, mit meinem aktuellen Anbieter, mir nicht möglich durchs gesamte Netz zu surfen??? Muss ich mir Sorgen machen??? Muss ich mir den „N24 Internet Stick“ zulegen, da es mit diesem, laut Werbe-Spot, möglich sein soll, durch das ganze Internet zu surfen???

Fragen über Fragen…

– hs –

Negativer Haarwuchs

Als ich 22 oder 23 Jahre jünger war, bemerkte ein Bekannter von mir, dass mich in naher, baldiger oder zumindest sicher in der Zukunft all meine Haare verlassen haben werden. Nun denn, heute, mit noch 38, fällt es anderen – und mir auf Fotos – sicher mehr ins Auge, dass dort, auf meinem Kopf, mehr kahle Stellen als Haare erkennbar sind…dennoch gilt: es gibt tatsächlich noch welche…unglaublich, aber wahr!

Ebenso fast unglaublich ist natürlich die Tatsache, dass ich – vor langer, langer Zeit 😉 – auch mal ein „langhaariger Bombenleger“ war…

– hs –

Indianer im Haus

Socke ist, manchmal, auch bekannt als „Der-im-Weg-steht“ und unser Untermieter als „Der-ohne-Geräusche geht“(wahlweise: „Schleichende Sohle“ oder ähnliches)…

©pixelroiber auf Flickr

Bei Socke könnte es also passieren, dass man stolpert und im ungünstigsten Fall auf die Fresse – und möglicherweise auch noch auf ihn selbst – knallt, beim UM jedoch kann es durchaus passieren, dass man, vor Schreck – da er urplötzlich hinter einem steht -, im günstigsten Fall nur drei Wochen seiner Lebenszeit verliert, ungünstigerweise drei Jahre und falls es ganz übel läuft, durchaus Nahtoderfahrungen machen könnte.

Frau Socke ist aktuell der Meinung, dass ihr, dem UM sei „Dank“, drei graue Haare gewachsen wären…

– hs –

… wahrlich warme Gedanken

…durfte ich mir heute beim Besuch des Weihnachstmarktes in Zürich machen.

Es ist doch schon leicht verrückt, einen Weihnachtsmarkt in einer Bahnhofshalle aufzubauen und da ja dort bekanntlich kein Schnee fallen kann, was einen Weihnachtmarkt halbwegs gemütlich machen würde, werden weisse Plastikfolien über den erhitzten Ständen angebracht.

Nun drängen sich dort, wie auf jeden anderen Weihnachtsmarkt, allerhand Leute -und, wie so oft, passiert es, dass man, mitten in der Schieberei, auf einmal beim Vordermann aufschlägt, da dieser ohne Vorwarnung mitten im Gang stehen bleibt, in der Tasche nach seiner Kamera kramt und meint unbedingt den Swarovski-Baum fotografieren zu müssen – als ob dieser auf einmal aus dem Nichts aufgetaucht ist und man ihn bei Eintritt in die Bahnhofshalle nicht hätte sichten können, da er ja sooo klein ist. Die Krönung ist dabei noch, dass der fotografierende Tourist auch noch ein Bahnreisender mit Gepäck ist, welches er dann auch noch mittendort stehen lässt, um eben nach besagter Kamera zu kramen – wir erinnern uns, wir befinden uns ja in einer Bahnhofshalle…

Hat man nun endlich alle Stände besichtigt, versucht man, wie jeder, der einen „Glühmarkt“ mit einer Gruppe von Leuten besucht, einen Glühweinstand zu finden, der idealerweise den leckersten Glühwein hat und möglichst viel Bewegungsfreiheit ermöglicht, sprich es stehen möglichst wenige Leute am und um den Stand herum. Nur ist das nun mal ein Widerspruch insich. Mit lauwarmen Getränken versorgt, prosten sich nun die Teilnehmer fröhlich zu, um, im Kreis stehend, den Rest der Gänge auch noch zu verstopften. Doch Ernüchterung stellt sich mit dem ersten Schluck ein. Ist doch jeglicher Alkohol und Geschmack beim normalen Glühwein verflogen, vermutlich durch das tagelange durchkochen der minderen Qualität, so muss man bei der offiziell alkoholfreien Variante feststellen, nichts besseres als einen erwärmten und verdünnten Apfel-Kirschsaft im Becher zu haben.

Macht man hier nun die Rechnung auf,  hat man ein Getränk für bestenfalls 20 cent und löhnt dafür 4 SFr.

Ärgern macht hungrig.

Die  Gruppe schwärmt aus zum Futter kaufen um sich dann wieder am Glühweinstand zu treffen. Ernüchtert und weiterhin hungrig – der Gedanke, danach noch eine Systemgastronomie zu besuchen ist komischerweise bei allen präsent – kehren die Jäger zurück.

In der Hand diverse Würste, die wahrscheinlich noch die bessere Wahl waren, Racelettebrötchen, belegte Brezen und Crepes  – ich komme nicht umhin zu erwähnen, dass dies die komplette Palette an warmen Speisen ist.

Mal ehrlich: was bitteschön rechtfertigt den Preis von 8 SFr – ja, das sind 6 Euro – für einen Löffel voll geschmacklosen gerösteten Ei-Wasser-Mehl-Gemisch getoppt mit  einem Klecks Apfelmus aus der Billigdose von A… und einem Zimt-Zucker-Gemisch, was in Summe vielleicht 20 cent kostet.

…und was mich an der  Sache so richtig aufregt ist, dass ich mich „Alle Jahre wieder“ mitschleppen lasse, natürlich auch der Leute wegen, und aufs neue vom Kommerz- und Marketingrummel „Vorweihnachtszeit“ verleiten lasse…

… oh du geruhsame Weihnachtszeit.

-FS-

PS: Der Swarovski-Baum ist wirklich ein Highlight…leider das Einzige.