England 2009

oder:

Idefix…äh…Socke und seine Geier bei den Briten

– vom 20. Mai bis zum 10. Juni –

Nachdem es Frau Socke erstaunlicherweise geschafft hatte, 4 Wochen Urlaub genehmigt zu bekommen, konnten wir nun überlegen, wohin uns eine 3-wöchige Reise führen könnte.

Eine solche Reise sollte natürlich hundefreundlich sein – der erste ganz grosse Urlaub, seitdem Socke zur Familie gehört, konnte, sollte und durfte natürlich nur mit Socke stattfinden.

Schliesslich fiel die Wahl dann doch auf England – Süd-England, um genauer zu sein; die nötigen „Dinge“, die zu erledigen waren, um mit Hund einreisen zu dürfen, hatten wir rechtzeitig in die Wege geleitet und vornehmen lassen…

Frau Socke meinte noch, in 3 Wochen könne man ja eine Rundtour aus einer Woche Südengland, einer Woche Irland und dann noch einer Woche Schottland machen…  diesen Zahn hat ihr Herr Socke erfolgreich gezogen, wohlwissend dass Südengland allein, mit Sight-Seeing und Wanderungen, in 3 Wochen nicht zu schaffen ist. Also haben wir uns auf den Süden Englands geeinigt und nach diversen Internet-Nachtschichten und -Recherchen folgende Route festgelegt:

Anreise, 2 Tage in der Nähe Folkestone, 5 Tage East Sussex, 8 Tage Cornwall, 5 Tage Dorset und dann noch den letzten Tag in der Nähe von Dover – der vor Urlaubsbeginn, der einzige, nicht „vorausgebuchte“ Tag war.

Die Route ist im Detail auf Google-Maps anzuschauen:  Reiseroute

Tag 1

  • Anreise und Bezug des ersten Quartiers


Nach tagelangen Vorbereitungen ist es nun endlich soweit.

Auto vollgepackt (haben ja schliesslich ein Kind…äh… einen Hund dabei), vollgetankt und frisch geputzt. Hund hat seinen Pass und ist geimpft, entwurmt, etc… . B&B (Bed & Breakfast) ist (wie schon erwähnt), bis auf den letzten Tag, gebucht. Tickets für die Fähre sind eingepackt. Alle sind aufgeregt, gut so, verschwindet doch auf diese Weise auch der letzte Rest an Müdigkeit. Unser Urlaub beginnt mit der Abfahrt um 2Uhr MEZ ab Friedberg bei einem Kilometerstand von 198045km (schon gut…unser alter Golf packt das schon… und das mit dem „Alter“ ist auch gut so, wie wir später noch erfahren werden). Auf der Autobahn ab Augsburg über Stuttgart und Mannheim arbeiten wir uns nach Aachen vor. Die ersten 550 km sind geschafft. Pause und Fahrerwechsel sind fällig (nun darf Herr Socke auch mal ans Steuer). Herrchen darf sich also durch Belgien auf dem Weg über Brüssel und Brügge, bis kurz vor der französischen Grenze – er ist halt doch etwas schläfriger als Fraule – ans Steuer setzen. Da in Belgien auf der Autobahn nur 120 km/h gefahren werden darf – und mei‘ Herrle nicht unbedingt als Bleifuss bekannt ist, ist diese Entscheidung nicht gerade falsch…Fraule mags lieber schneller 😉

Brügge sehen und …nee, nicht sterben… nur im Stau stehen. Eine geschlagene Stunde. Panik!(?) Aber zum Glück haben wir genug Puffer einkalkuliert. Bis Calais dauert die Fahrt laut Routenplaner 8 Stunden – wir haben 10 eingeplant. Nach einer kurzen Pause gegen 12 Uhr noch auf belgischem Boden gibt es nochmal einen Fahrerwechsel und wir machen uns auf nach Calais (Super – Frau Socke kann kein Wort französisch und die Strassenschilder sind alles böhmische Dörfer).

Nach 9,25 Stunden erreichen wir Calais um 12:45 Uhr. Nicht schlecht – wir sind zu früh. Die Fähre ist für 13:55 gbucht. Wir suchen also den Hafen… dieser ist zum Glück perfekt ausgeschildert. Angekommen werden wir sogleich abgefertig (erstmal Sockes Chip „finden“ und scannen) – die Mittagszeit scheint günstig – es ist fast nix los. Und wir haben Glück – wir sind so früh dran, dass wir auf eine Fähre früher zugeteilt werden und wir müssen somit nicht warten. Wir stechen um 13:10 Uhr schon in See. Dann geht alles Schlag auf Schlag und Socke dreht schier durch, weil er merkt, dass da was ganz „Komisches“ passiert. Es tut uns ja auch leid, dass er allein im Auto bleiben muss, aber da müssen wir muss er durch.

Kurz darauf sitzen wir schon an Deck und lassen uns die Sonne aufs Haupt brennen und „kanal’sche Luft“ schnuppern – soo schön – jetzt fängt der Urlaub richtig an…

flügellahm?

blinder Passagier ©adlersocken

1,5 Stunden später präsentiert sich die Küste von Dover  mit ihren weissen Kreidefelsen.

„landeanflug“ ©adlersocken

By the way: Wir haben nun auch die ersten Pfund in der Hand (dank Wechselstube aufm Dampfer) … God save the Queen! 😉

Nachdem wir wieder zu unserem Wagen durften und von Socke freudigst empfangen wurden, verliessen wir die Fähre, um erstmal eine knappe Stunde im Stau auf dem Hafengelände zu stehen und zu „kriechen“, danach wurde Frau Sockes (auch die des Herrn… drum darf erstmal Fraule ;)) Horrorvorstellung bittere Realität: (nach 9h Fahrt + etwas Schlaf eh schon völlig platt…) LINKSVERKEHR !!! Nicht dass wir nicht davon wussten und uns seelisch und moralisch darauf vorbereitet hätten…wenn man mittendrin steckt, denkt man nur noch:  „Scheisse… isch glaub, isch muss weg!“,… und damit es nicht zu einfach wird, bekommen wir in Dover auch schon einen Vorgeschmack auf die englische Form des Kreisverkehrs, den roundabouts, die dort nicht nur zweispurig sind, sondern auch direkt auf die Autobahn den motorway führen. Hinzu kommen Geschwindigkeitsangaben in Meilen… und wieviel dürfen wir nun fahren(Herrle bekommt etwas später die Zahl 16 drei Wochen lang nicht mehr aus dem Kopf ;)) ? Fraule „kriecht“ über die Autobahn, unsicher welche Spur die richtige ist und ist froh über das Parkplatzschild.

Bevor es zum Overkill kommt, gibt es – noch vor Folkestone – erstmal ein Päuschen und wir alle betreten erstmals britisches „Festland“ (ok- Herr Socke war mal vor langer, langer Zeit als kleiner Pimpf mit den Eltern hier) – Gedanken sortieren und englische Luft schnuppern (riecht auch nicht viel anders… vielleicht a bissi nach Fisch und Meer…)

Dann gehts weiter entlang der Küste Richtung Folkestone und weiter nach Hyhte. Dort haben wir Glück und finden sofort die richtige Abzweigung (natürlich in einem „roundabout“ – Ampelkreuzungen sind vergleichsweise selten) nach Saltwood. In Saltwood angekommen stehen wir auch sogleich vorm Hotel/B&B in der Mitte des Dorfes: The Castle Hotel.  Nach dem Check-in und unseren ersten zaghaften Versuchen die englische Sprache in der Praxis anzuwenden, drehen wir noch ’ne Runde mit Socke und dann direkt ins Bett für ein ausgedehntes Nickerchen… wir sind sooo platt.

Dinner nehmen wir vor Ort zu uns – es ist Steak-Night:
Frau Socke: Rib Eye Steak mit allem drum und dran (Chips, Erbsen, Baked Beans(diesmal nicht), Mushrooms, Salat…, Sauce)
Herr Socke: Sirloin Steak ebenso mit allem was in England dazu gehört.

sooo wenig???

a bissl was zum futtern ©adlersocken

Da müssen wir uns wohl dran gewöhnen, es ist nichts gewürzt…do it yourself ist angesagt. Nach 2 Pints each gutem englischen Lager (das alles, aber nicht wirklich englisch ist, dazu später mehr) 😉 fallen wir ins Bett und freuen uns auf 3 aufregende, angenehme und schöne Wochen…

Anmerkungen:

Hundevorbereitung – Früher durften ja Hunde nur nach einer 6-monatigen Quarantäne auf die Insel reisen. Seit 2004 ist das nicht mehr nötig. Es reicht die Tollwutimpfung mindestens ein halbes Jahr vorher mit anschliessender amtsärztlicher Antikörperbestimmung. Das Papier muss man dabei haben. Ausserdem braucht der Hund einen Chip, einen Euro-Pass, wo alle Impfungen eingetragen sind und 48h vor der Abfahrt ne Wurm- und Zeckenkur. Dann muss man an der Grenze nur noch den Chip finden – der wird tatsächlich geprüft.

Warum Fähre? – Ganz einfach: Eine Seefahrt, die ist lustig. Ausserdem der Preis: mit dem Autozug durch denEurotunnel hätte das Doppelte gekostet. In beiden Fällen muss der Hund im Auto bleiben. Nicht schön, aber in der Fähre doch einfacher als auf dem Zug, da es hier wirklich nur die 1,5h Fahrtzeit betrifft und man im Notfall doch noch ans Auto kommen könnte.

Warum B&B vorab? – Auch hier wollten wir sicher stellen, dass wir hundefreundliche B&B erwischen und Socke nicht im Auto schlafen muss.

Tag 2

  • Beach Boy, Romney Marsh und ein AKW

Um 9 Uhr, noch völlig gerädert, begeben wir uns zum Frühstück – unser erstes „English Breakfast“. Das ist ja fast ein Mittagessen oder Brunch (was uns aber im weiteren Verlauf des Urlaubs den Verzicht auf eine 3. Mahlzeit – dem Mittagessen – erlaubt). Es besteht normalerweise aus „Tea or Coffee, Cereals, cooked breakfast and toast with marmelade“, was natürlich lokal noch abweichen kann. Das „cooked breakfast* bestand hier aus 2 Spiegeleiern (fried eggs), Schinken (bacon), Würstchen (sausages), Pilzen (mushrooms) und gebackener Tomate. Danach gabs dann erstmal einen Verdauungsspaziergang mit Socke, wobei wir erstmal den Ort etwas erkundet haben. Zum Verdauen reichte das aber nicht… zurück im Hotel gönnten wir uns daher erstmal noch ein kleines Nickerchen. Dann haben wir uns aufgerafft die Gegend etwas zu erkunden.

Wir wählten einen Strecke rund um „Romney Marsh“, ein, inzwischen, versandetes Gebiet zwischen Folkestone und Rye, das, auf Merreshöhe liegend, früher mal unter Wasser stand. Heute wird es durch Dämme geschützt und besteht hauptsächlich aus Schafweiden… viele Schafe… sehr viele 😉
Unterwegs kamen wir am Parkwood Picnic Site vorbei – ein schöner Farnwald, in dem, um diese Jahreszeit, ein blauer Teppich aus Hyazinthen stehen sollte. Nur leider sind wir ein-zwei Wochen zu spät und sehen nur noch die Nachzügler blühen. Aber ein schöner Spaziergang wars dennoch – vor allem für Socke.
Bei New Romney sind wir dann Richtung Strand abgebogen und hielten bei Lydd-on-Sea an, um Socke das grosse, sich bewegende, Wasser zu zeigen. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt gerade Ebbe und der Strand/bzw. das Watt zeigte sich in seiner vollen Breite und zu unserem Erstauen völlig fast menschenleer und mit einer steifen Brise guter Meeresluft. Für Socke ein Eldorado zum flitzen, sausen, springen,… daher wird er auch zu unserem kleinen „Beach Boy“; er hat es sooo genossen – wir aber auch – endlich mal wieder ein Urlaub am Meer, auch wenn das Wasser mit 17 Grad nicht zum Baden eingeladen hätte – wäre es denn in der Nähe gewesen ;))

mit Ebbe kann Socke gut leben

so find‘ ich das Meer toll 😉 ©adlersocken

Danach sind wir weiter bis zum Südzipfel von Kent gefahren, Richtung Dungeness.
Hier stehen zwei Leuchttürme, der aktuelle fünfte und der ehemalige vierte(der noch für Touristen steht), ein AKW und, passend dazu, ein Vogelobservatorium, welches, in Kombination mit einem Naturschutzgebiet, direkt im Hinterland des, direkt an der Küste stehenden, Meilers angelegt und errichtet wurde. Dieses entdeckten wir allerdings erst, nachdem wir weiter fuhren, da der, zu diesem Vogel- und Naturschutzgebiet gehörige Besucherpark(mit Vogelbeobachtungs-Häuschen) entsprechend ausgeschildert war. Für einen Abstecher hielten wir an, um uns mal kurz umzusehen; für den gesamten Besucherpark waren wir schon zu spät dran und Socke hätte eh nicht mit hinein gedurft.

moderne Naturlandschaften ©adlersocken

Auf dem Rückweg haben wir Stop in Hythe gemacht. Nettes kleines Städtchen. Im Zentrum haben wir den einzig auffindbaren Pub aufgesucht, der den Anschein machte, dass Socke auch mit darf, um unser Dinner einzunehmen. Frau Socke probiert die „legendären“ Fish&Chips und Herr Socke testete Burger. Gekugelt Völlig gesättigt machten wir uns zurück auf den Weg in unser B&B-Hotel, um uns dort noch einen letzen Pint zu gönnen.

Tag 3

  • Broad Oak(B&B #2), ALDI und ein Zwischenstop in Rye

Nach einem reichhaltigen Frühstück checken wir gegen 10:30 Uhr aus. Bevor wir losfahren, drehen wir noch ’ne Runde mit Socke und Fotoapparat durch den herzigen Ort. Um halb 12 sind wir dann Richtung Hythe aufgebrochen, um uns beim dortigen ALDI noch mit ein paar Getränken einzudecken. Dann gehts gleich mal wieder an den Strand (gleiche schöne Stelle wie am Vortag), an dem Socke viel, viel Zeit flitzend verbringen darf. Das Wasser ist sich grad am Verziehen – so muss Socke auch nicht(mal wieder) schwimmen 😉
Gegen halb 2 Uhr machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten B&B und da wir noch etwas Zeit hatten, das Städtchen auch zu gefallen wusste, machten wir bei der Gelegenheit noch einen Sightseeing-Zwischenstop in Rye. Rye ist ein Hafenstädtchen, das nicht(mehr) am Wasser liegt (abgesehen von einem angelegten Kanal) – aber in der Vergangenheit tatsächlich mal einer der wichtigsten Häfen Englands war(Cinque Ports).

Buddelschiffe ©adlersocken

Dies hat ebenfalls mit der Versandung der Gegend zu tun, wonach sich das Wasser hier, quasi, für immer zurückgezogen hat. Die Innenstadt ist fast noch mittelalterlich, mit Hügel, auf dem die Kirche und Burg errichtet wurden, um die Engländer gegen die Franzosen zu verteidigen, und einer ganzen Reihe schöner kleiner Fachwerkhäuser rundherum – das taugt zur Filmkulisse(wars anscheinend auch schon).

bergab ©adlersocken

Übrigens sitzt, seit dem Strandbesuch, Herr Socke hinterm Steuer und lenkt den Wagen, so souverän wie eh und je(zumindest nach seiner Meinung) über die englischen Strassen  – natürlich auch linksseitig.
Als es dann an der Zeit war, machten wir uns nun schliesslich auf, das Hazelhurst-B&B(das es mittlerweile nicht mehr gibt :()in Broad Oak anzusteuern. Wir trafen und checkten dort gg. 16 Uhr ein – nette Leute mit schönen Haus und einem noch schönerem Garten. Nachdem Herr Socke schon das gesamte Schwergepäck bei „GOLDIE“ (die Zimmer waren nach Schauspielern benannt) untergebracht hatte und Frau Socke mit der Hausherrin etwas Smalltalk geübt hatte, meinte diese noch, dass wir am nächsten Tag in ein grösseres Zimmer umziehen könnten. Da es sich ergab, dass die anderen Reisenden, die ursprünglich das grössere Zimmer bekommen hätten sollen, nur für eine Nacht bleiben wollten und es ihnen zudem nichts ausmachte diese bei „GOLDIE“ zu verbringen, ergab es sich, dass wir, kurz bevor wir die Matrazen testen konnten, doch ins grössere Zimmer „umziehen“ durften – Frau Socke war glücklich, denn bei „SALMA“ gabs mehr Platz und auch ein richtiges Doppelbett(im anderen Zimmer wäre Zusammenschieben kein Problem gewesen – womit wir, vor dem „Test“ eh schon beschäftigt waren). Also Gepäck vom einen Zimmer ins andere geschafft, dann etwas „häuslich“ einrichten – Sockes „Reisekörbchen“ bekam auch seinen Platz und dann erstmal ein wenig ausruhen…wir sind ja schliesslich im Urlaub.

ich bin sooo platt ©adlersocken

Beim Smalltalk mit dem Hausherren erfuhren wir, dass es in der Nähe ein nettes Pub/Restaurant mit lecker Futter geben soll und er uns gerne telefonisch einen Platz reservieren würde. Da wir das Angebot dankend angenommen haben, machen wir uns also gegen 20 Uhr auf zur „Rainbow Trout“ – der Regenbogenforelle.
Frau Socke entscheidet sich für Lamm in Biersosse und Herr Socke macht auch hier den Burgertest indem er sich den dort erhältlichen Broad Oak Burger – oder einfach nur(so wie es die Dame, die unsere Bestellung aufnimmt, notiert): Bob – bestellt.
Lecker, Lecker, Lecker! Hier kommen wir wieder hin. Dann Pints bis 23 UHR. Am besten schmeckt Herrle bisher das „französische“ Lager-Bier(Kronenbourg 1664). Fraule ist derweil auf die englichen Ales umgestiegen – genauer gesagt trinkt sie Bitter (ähnlich wie Kilkenny – ein helldunkles trübes) und stellt mit Erstaunen fest, dass die doch recht lecker sind und sehr bekömmlich für den Magen, da ja keine Kohlensäure enthalten ist.

A propos: Herr Socke ist ein Streichholz!!!

Tag 4

  • Ein Wald, eine Burg und ein grosser Garten

Nach einer geruhsamen Nacht in einem fluffigen Bettchen erschienen wir pünktlich um 9:30 Uhr  ausgeschlafen(mal wieder richtig) zum Frühstück. Doch hier kann und darf Socke nicht „mitfrühstücken“, da sich auch noch andere Gäste im Raum aufhalten, die das eventuell nicht mögen könnten, wenn ihnen ein Hund beim Futtern zuschaut; daher musste unser „Junior“ ins Auto – auf’m Zimmer wär es zwar auch gegangen, aber dann hätte man sein Gejaule und Gejammer durchs ganze Haus gehört…
Wie schon mal erwähnt, ist das „cooked breakfast“ lokal unterschiedlich. Hier hatten wir die Wahl – per Zettel zum Ankreuzen, den wir tags zuvor ausfüllten und abgaben – zwischen diversen Eizubereitungen, Sausages, Bacon, Tomato, Mushrooms …wie überall…und zudem noch Baked Beans, Black Pudding und Röstis. Da wir bei Baked Beans und Black Pudding erstmal überfragt waren, haben wir das einfach mal mitbestellt. Ein Urteil kann man sich ja erst erlauben wenn man mal gekostet hat. Nun wissen wir, dass Baked Beans weisse Bohnen(damit hatten wir irgendwie gerechnet, aber nicht wirklich daran geglaubt – Bohnen zum Frühstück???) in einer Art Tomatensosse sind – wers mag – und dass Herr Socke sicher nie mehr Black Pudding bestellen wird, obwohl es zwar eine Art Pudding ist, aber nix mit (schwarzer) Schokolade zu tun hat, sondern mit Blutwurst…
Nach einer knappen halben Stunde erlösten wir Socke und machten uns in den naheliegenden Wald auf, um unseren kleinen, haarigen Freund durch denselbigen zu scheuchen und uns dabei fast zu verlaufen…man geht auch nicht in einem fremden Wald von den Wegen ab…auch wenn diese auf einmal nicht mehr da sind – gut, dass Herr Socke es versteht, sich in unbekannten Wäldern zu orientieren…

Waldläufer ©adlersocken

Gegen Mittag machten wir uns dann auf dem Weg zum 1385 erbauten Bodiam Castle (National Trust) – einer von Wasser umgebenen Burg… da wir, ausser Enten, keine gefährlichen Tiere, wie z.B. Wolpertinger Krokodile, gesehen haben und der Graben nicht sonderlich breit ist, möchte ich den Begriff „Wasserburg“ bewusst vermeiden 😉 .
Das Gelände um die Burg ist anscheinend für viele Engländer ein riesiger Picknickplatz – warum auch nicht? Das Wetter ist bestens, es ist kurz nach Mittag, und der Engländer an sich nimmt(normalerweise) zu dieser Uhrzeit keine grossen Mahlzeiten zu sich(kein Wunder bei dem Riesen-Frühstück), sondern schiebt sich halt zwischendurch ein Sandwich, oder ähnliches, zwischen die Zähne…; wenn man so will, ist dies für einige ein Familienausflug mit historischem Anstrich und ’ner Kleinigkeit zum Beissen.
Bodiam ist zudem Endstation des Kent & East Sussex Railway von Tenterden. Dies ist eine Schmalspurbahn auf der noch alte Dampfloks unterwegs sind – zufällig waren wir zur richtigen  Zeit da, um einen solchen Zug zu sehen und zu fotografieren.

Futtern, Lesen und Dampfen ©adlersocken

Um die Burganlage von innen zu sehen, kommen erstmals unsere National Trust-Mitgliedskarten zum Einsatz, die uns zum kostenlosen Eintritt berechtigen – den dazu gehörenden Parkplatz durften wir zuvor auch schon gratis benutzen, weil wir den „Trust“-Aufkleber an der Windschutzscheibe angebracht hatten . Ins Burginnere jedoch darf Socke nicht mit rein und deshalb geht zuerst Fraule rein, während Herrle mit Socke draussen auf der Wiese wartet und umgekehrt. Fazit: Von aussen sieht das Ding fantastisch aus – der Rest ist Geschichte 😉 .

Kampfenten vor dem Tor ©adlersocken

Nachdem wir alles „Wichtige“ gesehen hatten, machten wir uns auf dem Weg Sissinghurst Castle & Garden (National Trust) zu besichtigen. Ein historischer Landsitz mit Lustgarten, Nutzgarten und Park, der zu einem der meist besuchten Gartenanlagen Englands(laut Wiki sogar der Welt) zählt. Zu seinem Unglück muss Socke hier die Erfahrung machen, dass er nur die Aussenanlagen betreten darf, und er, während seine Zweibeiner im „Inneren“ des Anwesens Blumen, Blumen und Blumen anschauen gehen, im Auto bleiben muss.

Schweren Herzens und mit etwas schlechtem Gewissen ziehen wir nach ein paar „Liebkosungen“ und tröstenden Worte(als ob der Hund was davon hätte…) los, um diesen schön angelegten und arrangierten Garten zu besichtigen. Einheimische, Touristen und wir schreiten die Wege, gepflastert oder auf dem akkurat gemähten Rasen, zwischen den Beeten, Sträuchern und Mauergewächsen ab, versuchen den einen oder anderen Schnappschuss zu machen – und sind erstaunt, zumindest wir, wie toll man eigentlich einen Garten gestalten kann. Bereiche, die in einer bestimmten Blütenfarbe gehalten werden(white garden) oder sich nach einer speziellen Pflanze(azalea bank) richten, sind ebenso vorhanden, wie auch ein Bereich, in dem man der Natur freien Lauf lässt – eine, vor sich hinwachsende Wiese, in all ihrer natürlichen Pracht, in die man einen Weg hineingemäht hat.

Und Fraules erste Befürchtungen werden nun Realität: wir sind zu spät, die Rhododendren und Azaleen sind schon weitestgehend verblüht. „Schuld“ hat Angus, der uns dazu drängte, zwei Wochen später, als ursprünglich geplant, in den Urlaub zu fahren, da er uns, mit seinen Kumpels von AC/DC,  am 15. Mai in München noch ein paar Songs vorspielen wollte.

machts nimmer lang ©adlersocken


Nachdem wir schließlich alles(?) gesehen hatten, trotteten wir zum Auto zurück, in dem Socke uns schon freudigst erwartete. Da sich der Parkplatz auf einer grossen Wiese befand und zwischenzeitlich relativ leer geworden war, durfte unser „Kleiner“ noch ein bisschen rennen und springen, bevor wir uns auf den Weg machten, über Tenterden unser momentanes „Hauptquartier“ anzusteuern.
Dort angekommen, entschieden wir uns der Regenbogenforelle wieder einen Besuch abzustatten; das Essen war ja lecker und ausserdem war es nah genug, um das Auto stehen zu lassen und zu Fuss dorthin zu gehen – davon hatte Socke etwas und wir mussten uns keine Gedanken über Promille machen…
„sah doch gestern lecker aus,was mein Mann da auf’m Teller hatte“…daher entscheidet sich Frau Socke für „Bob“, Herr Socke hingegen versucht mal wieder ein Steak – „Sirloin“, und es stellt sich mal wieder die Frage, ob man verhindern will, dass sich jemand über „versalzenes“ oder „überwürztes“ Essen beschwert(Salz und Pfeffer stehen, wahrscheinlich nicht ohne Grund, griffbereit…) – bei den „Pommes“ versteh ichs ja irgendwie… denn die werden dort gerne mit Essig gewürzt… ich greif da lieber zum Salz…

Beides wieder sehr lecker – letztlich kommts ja auf die Fleischqualität an. Mit diversen Pints beschliessen wir den Abend bei einem netten Gespräch mit „Einheimischen“…Urlaubern aus der Nähe von London…  Für später: sie gaben uns noch den Tipp mit, dass wir, wenn wir in der Nähe von Weymouth sein sollten (;)), unbedingt die Küste bei Eype besuchen müssen…es sei so schön dort und zum Spazierengehen mit Hund genial.

Anmerkung zu unserer National Trust-Mitgliedschaft:
Sightseeing in England kann recht teuer sein. Die Burgen, Häuser und Gärten verlangen Eintrittspreise zwischen 6 und 15 Pfund pro Person. Da ist es ratsam einem Trust beizutreten. Das sind gemeinnützige oder auch staatliche „Vereine“, die sich „Denkmal- und Naturpflege“ zur Aufgabe gemacht haben.
Die zwei bedeutendsten Trusts in England: zum Einen der, eher gemeinnützige, National Trust (wohl der erste dieser Art „Vereine“), zum Anderen die staatlich geförderte English Heritage.
Ist man einem Trust beigetreten, es gibt verschiedene Möglichkeiten einer zeitlich begrenzten Mitgliedschaft, kann man die Häuser, Burgen, Schlösser und andere Sehenswürdigkeiten, die dem jeweiligen Trust angehören, besichtigen – ohne dafür Eintritt bezahlen zu müssen. Der Haken an der Sache ist halt: Gebäude „A“ gehört zum Einen, kann also kostenlos besichtigt werden, Gebäude „B“ zum Anderen – also Eintritt zahlen, oder zur Not auch dort Mitglied werden…
Ausnahme(die zwei „Grossen“ betreffend): Stonehenge

  • die Steine, wenn man so will, gehören zur English Heritage
  • das Land, auf dem diese Steine stehen bzw. liegen, gehört dem National Trust

Tag 5

  • Battle – Hastings – Bexhill -Catsfield

Frühstück wie immer um 9:30Uhr. Danach galt es, Socke wieder durch unseren seinen „Hauswald“ zu jagen 😉
2 Stunden konnte er rennen, schuffeln, rennen, pinkeln… – einen schönen Waldsee gab es auch noch zu sehen für uns alle.

  • Herrle würde den Tag (laut Logbuch) wie folgt beschreiben:  Battle, dann Hastings! Futtern in Catsfield! Enge Strassen Teil 1!

Nun doch etwas detaillierter:
In Battle(English Heritage) angekommen, dabei gerade so noch einen Parkplatz gefunden, war gerade ein kleines, historisches Festchen im Gange – ob es mit dem morgigen „Bank Holiday“ zusammenhing, oder ob es vielleicht am Datum an sich lag, wussten wir nicht, war aber auch egal, denn nett anzusehen waren die kostümierten Leute allemal. Wir haben uns die Abbey angeschaut und uns bedeutende Englische Geschichte reingezogen, die Schlacht von Hastings 1066 – die nicht wirklich dort stattfand, sondern eben hier…auf dem Schlachtfeld vor Battle.

rund um Battle Abbey ©adlersocken

Dann sind wir noch etwas in der weitläufigen Anlage rund um das Battle Abbey spaziert, haben uns das berühmte „Battlefield“ angeschaut(wenn mans nicht genauer wüsste, wäre es wohl nur ’ne grosse Wiese!), kauften noch kurz Sandwiches(natürlich!) und Getränke für unterwegs ein und sind dann weitergefahren nach Hastings. Dort wollten wir den Hastings Country Park suchen, um mit Socke auf den Klippen von Hastings etwas spazieren zu gehen. Jedoch war das ein Misserfolg, da wir nur auf einer Art Picknickplatz gelandet sind und der Country Park selbst uns verborgen blieb. Um die Aufenthaltsplätze der britischen Ausflügler herum, waren allerdings auch Wiesen, die für Hunde, also auch für Socke, geeignet waren.

Danach sind wir leicht ziellos durch Hastings gefahren, bis wir uns entschlossen an der Strandpromenade nach einem Parkplatz zu suchen. Mit gutem Auge und etwas Glück, es war extrem viel los – klar, es war Sonntag und der nächste Tag Feiertag und das bei gutem Wetter – , fanden wir schliesslich einen. Alle drei machten wir uns auf den Weg die Promenade entlangzulaufen und uns nach einem Strandabschnitt umzusehen, an dem es auch Hunden erlaubt ist herumzuspringen. Bis es soweit ist, wird uns klar, dass Hasting(zumindest am Strand entlang – soll ja ’ne hübsche City haben) seine besten Jahre längst hinter sich hat und an allem, was sich in Strandnähe – oder auch ins Wasser ragend – befindet, der Zahn der Zeit deutlich nagt. Heruntergekommene Häuser, Hotels und nicht sehr einladend aussehende Restaurants und ähnliches auf der einen Seite… ein zusammengerosteter, einsturzgefährdeter und daher gesperrter Pier auf der anderen luden nicht wirklich zum Verweilen ein, aber wir wollten Socke ja noch ein bisschen springen lassen.

Nachdem unser Kleiner dann noch ein bisschen herumtollen durfte,

wasser, das sich sanft bewegt

mehr darf sichs meer aber nicht bewegen ©adlersocken

machten wir uns nach knapp zwei Stunden wieder auf den Weg, um noch ein bisschen durch Bexhill(zwischen Hastings und Eastbourne gelegen) zu kurven – sah schicker bzw. gepflegter aus, soll laut Reiseführer aber eher ein Rentnerort sein, an dem hauptsächlich Senioren ihren Ruhestand geniessen. Schliesslich nahmen wir dann eine Route, die sich in Richtung unseres Domizils befand. Dabei machten wir erstmals richtig Bekanntschaft mit den „narrow roads“ – enge Strassen! Eng ist in England wirklich wörtlich zu nehmen, obwohl diese Strasse noch irgendwie „breit“ war(bei uns wäre das vergleichbar mit einer alten Dorfstrasse), zog sie sich doch einige Kilometer hin – und ansonsten war man gespannt, vor allem nach Kurven, ob jemand entgegenkommt – und wer denn dann rückwärts fahren müsste, weil „dessen“ Ausweichbucht näher zurück liegt…

Bevor wir, mit Zwischenstop zum letzten“Gassi“ des Tages in Sockes Wald, nach Hazelhurst zurückkehrten, machten wir in Catsfield Halt, um im „White Hart“ noch zu Abend zu essen. Bei eingeschränkter Speisekarte und gerade noch rechtzeitig – es war Sonntag(im England-Urlaub unbedingt daran denken!) entschied sich Frau Socke für eine Fischtarte mit Schellfisch und der werte Gatte für eine Art „Lasagne“.

Satt und platt sahen wir uns noch Landkarten, Reiseführer und englisches TV auf unserem Zimmer an… bis wir *schnarch*

P.S.: hier begann, dass „neue“ Fahrer-System

  • Herr Socke fährt alles bis zum Abendessen
  • nach dem Abendessen bringt uns Frau Socke nach „Hause“

Tag 6

  • Great Dixter, Regen(!) und Bank Holiday


Nach mühsamen Aufstehen erscheinen wir halbwegs pünktlich zum Frühstück um 9:30Uhr. Alle sind etwas trüber Stimmung: Es regnet! 
Noch dazu ist Frau Socke ist eh schon den ganzen Morgen a bisserl genervt, weil um 16Uhr (17Uhr MEZ) die Arbeit nochmal mit einer Telefonkonferenz dazwischenfunkt – ist ja schön, gebraucht zu werden – aber im Urlaub hört der Spass auf.
Aber wie immer, wenn Engel reisen, reisst’s schon wieder auf, als wir los wollen. Somit konnten wir ohne weiteres Socke 2,5h durch unseren Hauswald jagen. Danach sind wir alles erstmal platt.
Naja, nichts desto trotz machen wie uns zum Great Dixter Garden in Northiam. Leider wiedermal ein Garten, in den Socke nicht mit rein darf… Fraule hat versprochen, sich zu beeilen … es wird aber bestimmt nicht der Letzte und das Letzte mal gewesen sein…

Great Dixter Garden ©adlersocken

Dieser Garten ist echt wundervoll. So hat sich das Fraule vorgestellt, da die Anlage ein richtiger Garten (sogar mit Gemüsebeeten)  ist, bei dem man sich Tipps für daheim holen kann. Und es gab richtig schöne Orchideenwiesen mit den verschiedensten Sorten von Knabenkräutern.

Knabenkraut, englisches ©adlersocken

Nun denn, nach etwas mehr als zwei Stunden erlösen wir Socke wieder von seiner „Einsamkeit“ und machen uns wieder auf den Weg…
Während der Weiterfahrt, Herr Socke fährt und Frau Socke telefoniert…die „Blöde“, bereits erwähnte, Telko…*kotz*, über Smallhythe und Rye bekommt Fraule von der Fahrt nicht viel mit und ärgert sich nur. Als die Telko rum ist, wir hatten zwischenzeitlich sogar wegs tieffliegenden Funklöchern gestoppt, steuert Herrle das Meer bei Winchelsea an. Ein Strandspaziergang kann ja so entspannend sein… endlich durchatmen und den Mist von vorher vergessen und sich wieder auf den Urlaub konzentrieren. Dabei konnten wir ein Gewitter über dem Meer beobachten…klasse aber mit Gänsehaut – das hat doch was Bedrohliches.
Auf dem Heimweg machten wir Stopp in Winchelsea selbst. Ein netter Ort mit einer schönen alten Kirche(zugegeben, die gibt’s in England durchaus häufiger anzutreffen, aber die hatte schon was…) – nur im Pub gibt’s Montags (und/oder wegs dem Bankholiday) nur reduzierte Karte. Also fuhren wir weiter nach ‚Hause’… jedoch… in der Regenbogenforelle gibt’s Montags generell keine Küche…
Was nun? Also nochmal los, um in Brede, also im Hauptort unseres Domizils, unser Glück zu versuchen. Glück gehabt – der „Red Lion“ hat noch auf, warme Küche und Socke darf auch mit:
Frau und Herr Socke nahmen Steak mit allem drum und dran.
Danach sind wir wieder heim und haben uns noch je 2 Pints in der Regenbogenforelle gegönnt.  Beide, äh alle drei, sind wir dann wiedermal total knülle ins Bett gefallen…

Anmerkung:

Heute wurden wir zum zweiten Mal mit den englischen Überlandstrassen konfrontiert, die bei uns in keiner Karte auftauchen würden und allerhöchstens zum Feldweg taugen würden: „Narrow Roads“. Hier sind wir dann mächtig froh, dass wir, wie anfangs erwähnt, nur einen alten kleinen Golf haben. Denn wie im folgenden Video zu sehen ist, sind die Strassen nicht gerade für Luxuslimousinen angelegt. Es kann durchaus passieren, das die Seitenspiegel im Gras(das aus den Mauern wächst…nicht das am Boden ;)) streifen und man nach der Fahrt rechts und links erstmal die „Heuballen“ entfernen darf. Ausserdem sind die zu betrachtenden Hecken an den Seiten von Gras bewachsene Steinmauern, was diverse Kratzer an den Aussenspiegeln fast nicht vermeidbar macht.
Video:  „Narrow Roads“ in East Sussex:  Link

Tag 7

  • Seven Sisters und Beachy Head

 

Wie schon die ganze Zeit nahmen wir auch heute wieder unser English Breakfast mit Bacon, Egg, Sausages, Tomato… gegen 9:30 Uhr ein. Und es regnet schon wieder…aber warten wir mal ab.
Also erstmal ab in den Wald und Socke jagen…diesmal aber mit nur einer Stunde recht kurz. Dann fuhren wir los in Richtung Eastbourne, die Sieben Schwestern zu besuchen. Auf dem Weg sind wir durch Alfriston gekommen – sehr nettes Dorf(keine weitere, nähere Beschreibung möglich – die Erwähnung des Ortes dient nur als Tip bzw. ‚Merkerchen‘ für uns, falls es uns mal wieder in die Gegend verschlagen sollte). Dann Stopp am „Birling Gap“. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über die „sieben Schwestern“ – The Seven Sisters. Dies sind 7 steil abfallende Kreidefelsen bzw. Klippen die durch eine wellenförmiges Landschaftsbild wie aneinandergereiht aufs Meer hinausschauen.

Endlich haben es wir mal zeitlich so erwischt, am Meer zu sein, dass keine Ebbe ist und durch das Gewitter gestern gibt es endlich mal richtige Wellen. Socke ist schockiert. Das Wasser bewegt sich und sein so geliebter Strand ist so schmal, ohne Sand (es gibt bei Flut nur die Pebbles – Kieselsteine zu sehen) und fürchterlich „laut“… 😉

CIMG4947

Pebbles ©adlersocken

Nach einiger Zeit am Strand begeben wir uns auf die Klippen und wandern bis zum Leuchturm „Belle Tout„. Dieser wurde zu der Zeit, als wir dort waren, gerade restauriert und inzwischen zu ’nem B&B umfunktioniert… Nach 2h geiler Aussicht und einer ordentlichen Brise frischer Luft machen wir uns wieder zum Auto auf. Derweil hat die Ebbe angefangen und die Wellen sind dadurch länger geworden, was sich diverse smarte Surfer sogleich zunutze mache, um auf selbigen zu reiten. Jedoch darf man sich das nicht wie in Hawaii vorstellen…die Wellen sind grad mal ca. nen Meter hoch 😉
Wir fahren weiter an der Uferstrasse in Richtung Eastbourne. An der höchsten Stelle der Klippen machen wir nochmal Stopp um eine halbe Stunde dort auf dem Cliff rumzuwandern. Das ist das „Beachy Head“ mit 191m Höhe…da gehts ganz schön weit runter und das scheinen viele zu „nutzen“ … (es stehen da ganz schön viel Kreuzchen…^^)

CIMG5038

Kreuzgefährlich ©adlersocken

Weiter an der Uferstrasse fahren wir durch Eastbourne. Sehr schönes Strandbad – das ganze Gegenteil zu Hastings – alles schön hergerichtet und sauber und das Pier ist auch noch offen und intakt. In Pevensey dann machten wir einen Stopp im Shopping Center… ist auch nicht anders als bei uns, nur ohne Euro ;). Dann sind wir über Hailsham mit kurzem Zwischenstopp in Herstmonceux nach Hause gefahren. In Herstmonceux ist auch noch ein Castle mit Garten – aber dafür reichte die Zeit nicht mehr, bzw. wir waren zu spät dran. Fraule hatte die Hoffnung, zumindest einen Blick auf das Castle von aussen erhaschen zu können, jedoch ist das Gelände so weitläufig und das Castle von der Strasse aus hinter einem Hügel und eben die Schranken sind schon zu… schade. Dann halt heim – mit der Vorfreude auf ein leckeres, vorerst letztes ‚Abendmahl‘ in der Regenbogenforelle.

Vorspeise: Prawns mit Knofidip
Frau Socke: Lamp Pump
Herr Socke: BOB (was sonst ;-D)
Lecker! 3 Pints each und aus!

Das war’s von East Sussex. Morgen geht’s nach Cornwall…

 

Advertisements

2 Kommentare

Senf dazu geben:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s