Rabeneltern

Wenn Eltern, wie wir, versuchen, ihrem Kind von Geburt an beizubringen, dass ein Hund ein Hund ist und kein ‚Wau-Wau‘, sondern nur selbigen Laut von sich gibt, kann dies zu sprachlichen Verzögerungen führen. In unserem Fall sogar bis zu einem halben Jahr!! Meinen „Experten“

Wenn (Klein-)Kinder, wie unseres, im grobmotorischen Bereich(rennen, hüpfen, etc.) etwas dem ‚Durchschnitt‘ hinterherhinken, liegt dies nicht unbedingt daran, dass das Kind, wie in unserem Fall, zum Einen vielleicht einfach nur etwas vorsichtiger ist oder zum Anderen möglicherweise an der Tatsache, dass es die erste Zeit seines Lebens hauptsächlich in der Klinik verbrachte(z.T. langzeitbeatmet und dauersediert), nein, es liegt – natürlich, was denn sonst!?! –  an den falschen Hausschuhen!! Da unser Adlersöckchen mit ihren Hausschuhen tatsächlich mal, vor den Augen der „Experten“, auf deren äusserst rutschigen Parkettboden ausgerutscht und hingefallen ist, sind diese „Experten“ der Meinung, dass sie dadurch schlicht und einfach in ihren (grobmotorischen) Bewegungsabläufen gehemmt wurde und wird(als ob Klein-Kinder sich durch Hinfallen von ihrem weiteren Taten- und Bewegungsdrang grossartig abhalten liessen…).

Naja, erstaunliche Ansichten werden einem da unterbreitet, wenn man einfach nur mal erzählen möchte, dass das Adlersöckchen in allen Bereichen, für die eine Frühförderung für sie in Frage käme(die Untersuchung wurde gemacht, da sie ja, schon allein wegen „Ihrer“ Geschichte, Anspruch auf einen sog. I-Platz hat – und so konnten wir auch mal aus berufenem Munde etwas zum Stand ihrer Entwicklung erfahren),  „normal“ abgeschnitten hat, im Bereich der Feinmotorik sogar überdurchschnittlich, nur eben bei der Grobmotorik hapert’s halt no a bisserl – aber vorläufiger Stand der Dinge ist nun mal die erfreuliche Tatsache, dass es im Moment nicht nötig ist, sie speziell zu fördern. Wirklich beste Voraussetzungen um ’stolz wie Oskar‘ zu sein, aber die „Experten“ hatten mal wieder nix besseres zu tun und mussten wieder alles madig reden und machen…

Was die eingangs erwähnten ‚Sprachverzögerungen‘ angeht, gibt es bei unserer Kleinen übrigens(mittlerweile) keinerlei Probleme. Sie hat sich etwas mehr Zeit gelassen mit dem Brabbeln und Plappern loszulegen, wie andere Altersgenossen, dafür hat sie im letzten halben ‚Jahr unglaublich aufgeholt… (und seit ein paar Wochen heisst unser Socke bei ihr nicht mehr „A“ – wie auch immer sie darauf kam – , sondern eben „Socke„, der ein „Hund ist und hin und wieder „Wau-Wau„macht, wenn er „bellt„). Aber das sie halt einfach etwas später angefangen hat, ist, laut „Experten“, UNSERE SCHULD – wie konnten wir es auch wagen unser Kind mit Begriffen wie Hund zu verwirren…; aber es war uns halt wichtig, ihr zu erklären, dass Socke ein Hund ist, der „wau-wau“ macht. Und letztlich kam, rein sprachlich gesehen, ja das „wau-wau“ doch vor dem „Hund“.

Bei den sogenannten „Experten“ handelt es sich übrigens um Oma und Opa aus L. – und dies ist kein Scherz…

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